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Eva- Marie, Einsatzzeit: 2024 bis 2025:Erfahrungsbericht L' Arche Boston North

Mein Jahr bei L’Arche Boston North wurde zu einem zweiten Zuhause: enge Beziehungen zu Core Membern, viele emotionale Momente, Reisen, Kulturschocks und ein Alltag voller Menschlichkeit. Ein Jahr, das mich geprägt und tief berührt hat.
Eva- Marie mit Core Member

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Ankommen in Boston und erste Wochen im Brother House
Der Flug war echt lang, aber ich habe mir davor auf jeden Fall zu viele Sorgen über die Ankunft in Boston gemacht. Habe ich alles? Was ist, wenn ich irgendwas vergessen habe? Was ist, wenn ich jetzt für eine Stunde meinen Aufenthalt erklären muss? Was ist, wenn es aus irgendeinem Grund nicht mit dem Visum klappt?

Am Ende ging alles ganz schnell: Ich war super schnell aus der „Befragung“ raus und stand innerhalb einer Stunde mit meinen Koffern am Ausgang des Flughafens. Kurz danach wurde ich von meinen Mitfreiwilligen abgeholt. Wir sind vom Boston Airport nach Haverhill gefahren und nach einem langen, sehr emotionalen Tag bin ich endlich in meinem neuen Zuhause angekommen – dem Brother House.

Nach ein bis zwei emotionalen Wochen habe ich mich langsam eingelebt und das Brother House schnell lieben gelernt. Die drei Core Member sind super lieb und ich habe eine enge Bindung zu ihnen aufgebaut.

Alltag zwischen Brother House und Pat House
Der typische Alltag im Brother House sieht so aus:
Erste Schicht (7:00–9:00 Uhr): Frühstücksvorbereitung und Unterstützung bei der Morgenroutine der Core Member.
Zweite Schicht (14:00/15:00–21:00 Uhr): Haushalt, Unterstützung bei der Rückkehr der Core Member, Abendessen und Bettroutinen.

Ich arbeite auch im Pat House. Es ist komplett anders und um einiges größer. Die fünf Core Member dort sind echt toll und es macht mir super viel Spaß, dort zu arbeiten. Morgens werden Frühstück und Kaffee gemacht, alle angezogen, Zähne geputzt und zur Arbeit geschickt – dafür werden sie nacheinander eingesammelt. Nachdem alle eingetroffen sind, kümmert man sich, je nach Bedarf, um die Badezimmer-Routinen.

Ein Assistent kocht das Abendessen und bereitet auch das Mittagessen für den nächsten Tag vor. Im Pat House arbeiten drei bis vier Assistenten, wodurch die Arbeit gut aufgeteilt werden kann. Sobald sich alle in ihren Sesseln gemütlich gemacht haben, werden Disney-Filme oder National Geographic geschaut. Wenn die meisten im Bett sind, guckt Dan Game-Shows. Die Routinen sind überall unterschiedlich, und jeder braucht individuelle Unterstützung. Die anderen Assistenten sind super lieb und hilfsbereit – man ist wirklich nie alleine.

Ankommen in der Community und persönliche Erfahrungen
Ich fühle mich echt wohl in der Community und finde es eine tolle Erfahrung, ein Teil der L’Arche-Gemeinschaft zu sein. Ich lerne viel dazu und habe viel Spaß. Bis jetzt waren es drei sehr schöne Monate. Es ist unglaublich viel passiert und ich bin gespannt, was noch alles auf mich zukommt.

Es kann manchmal eine Herausforderung sein, hier zu arbeiten. Dennoch genieße ich die Zeit mit den Core Membern sehr. Ich freue mich, wenn ich ihnen weiterhelfen kann. Ja, es hört sich nach viel an – und manchmal ist es viel – aber es ist eine bedeutungsvolle Arbeit, die mir persönlich (meistens) Spaß macht und viele gute Erfahrungen und Erinnerungen mit sich bringt.

Eva-Maria berichtet über ihren Freiwilligendienst:L´Arche Boston North, USA

Vorschaubild Boston North