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Hanna, Einsatzzeit: 2023 bis 2024:Erfahrungsbericht Lydia's House, USA

Mein Freiwilligendienst im Lydia’ s House hat mich wachsen lassen: vielfältige Aufgaben, besondere Erlebnisse, neue Freundschaften und echte Selbstreflexion. Trotz Herausforderungen bin ich hier richtig glücklich – und kann ein Auslandsjahr nur empfehlen.
Vorschaubild Lydia' s House
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Ankunft und erster Eindruck vom Lydia’s House
Herzlich willkommen zu meinem Unterstützerkreisbericht!
Meine Reise begann mit den Vorbereitungsseminaren in Solingen, bei denen ich wertvolle Tipps von ehemaligen Freiwilligen bekommen habe. Nach meiner Ankunft in den USA wurde ich im Lydia’s House sehr herzlich empfangen und konnte direkt in meinen neuen Alltag starten.

Das Lydia’s House ist ein Catholic Worker House, das obdachlosen jungen Müttern hilft, wieder auf die Beine zu kommen. Meine Aufgaben sind vielfältig: Instandhaltung, Putzen, Kinderbetreuung und die Unterstützung bei Veranstaltungen wie dem Atrium, einer Art Sonntagsschule. Auch gemeinsame Dinner und Ausflüge mit den Gästen gehören dazu.

Eingewöhnen, Beziehungen und besondere Erlebnisse
Ich habe mich schnell eingelebt und viele Kontakte geknüpft – sowohl im Lydia’s House als auch außerhalb, zum Beispiel im nahegelegenen College. Anfangs hatte ich größere Sprachbarrieren, aber inzwischen fühle ich mich richtig wohl und bin sehr glücklich hier zu sein.

Einige besondere Highlights der letzten Monate waren das 10‑jährige Jubiläum des Lydia’s House, unsere Ausflüge zu „THE CONE“ und zur Gorman Farm sowie die Community-Konferenz im Camp Loucon. Auch Events wie die Lichtershow „BLINK“ und Halloween waren eindrucksvolle Erlebnisse, die ich nicht so schnell vergessen werde.

Das Essen im Lydia’s House wird meistens von Spender*innen gebracht. An Thanksgiving habe ich deutsche Gerichte gekocht, die überraschend gut ankamen. Das Wetter in Cincinnati ist dem in Deutschland recht ähnlich – und es hat sogar schon geschneit.

Herausforderungen, persönliches Wachstum und neue Perspektiven
In den ersten Wochen habe ich meine Familie und mein Umfeld sehr stark vermisst. Mittlerweile fällt es mir aber viel leichter, weil ich hier gute Beziehungen aufgebaut habe. Ich bin wirklich angekommen.

Einen Freiwilligendienst kann ich absolut weiterempfehlen! Man lernt unglaublich viel über sich selbst, besonders wenn man – so wie ich – frisch von der Schule kommt und noch nicht so genau weiß, wie es weitergehen soll. Hier habe ich Zeit, aktiv darüber nachzudenken, was ich eigentlich möchte und wo meine Stärken liegen.

Man wird nicht in ein bestimmtes System hineingepresst, sondern hat die Freiheit, sich zu entwickeln. In meiner Einsatzstelle komme ich ständig mit ganz unterschiedlichen Sichtweisen in Kontakt, was mich zum Nachdenken bringt und mich viel über mich selbst lernen lässt.

Besonders Gespräche mit Menschen, die ganz anders aufgewachsen sind, empfinde ich als bereichernd. Sie zeigen, dass es viele Wege im Leben gibt und nicht nur den „typisch deutschen“. Auch der Schritt heraus aus dem Elternhaus tut gut: Man ist nicht komplett auf sich allein gestellt, übernimmt aber deutlich mehr Verantwortung und wächst daran.

Hanna berichtet über ihren Freiwilligendienst:Lydia´s House, USA

Vorschaubild Lydias House